Finanzen,  Nach dem Abi

Finanzen

Staatshilfen: 

– Als erstes gibt es das BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz). Dieses ist in erster Linie für Studierende gedacht, kann aber auch mit Ausnahmen bei Praktikanten eingesetzt werden. Das BAföG setzt sich aus verschiedene Faktoren zusammen, u.a. wie viel die Eltern des Kindes mit ihrer Arbeit verdienen oder was die Geschwister machen. Online gibt es einen BAföG-Rechner den man ausprobieren kann und an jeder Universität gibt es auch eine BAföG-Beratung. Es wird jedem Studenten empfohlen, einen BAföG Antrag einzureichen. Denn auch bei kleineren Beträgen befreit das BAföG u.a. von der GEZ und Krankenkassenbeiträge werden ebenfalls bezuschusst.

– Eine weitere Option ist die BAB (Berufsausbildungsbeihilfe). Grundsätzlich ist dies das gleiche, wie das BAföG nur eben für Azubis. Ein wichtiger Unterschied ist jedoch, dass beim BAföG die Hälfte zurückgezahlt werden muss und beim BAB nicht.

– Der Bildungskredit ist eine weitere Möglichkeit. Dabei gibt es ein Kreditvolumen von ungefähr 1000€ bis 7200€. Diese werden dann in 24 Monatsraten in Höhe von 100€ bis 300€ pro Monat abbezahlt.

– Zusätzlich gibt es auch das Erasmus Programm. Bei diesem können Studenten ein Semester im Ausland verbringen oder ein Auslandspraktikum antreten. Dazu gibt es eine Förderung, welche sich auf 500€ im Monat beim Studium und auf 700€ im Monat beim Praktikum beläuft.

– Dann gibt es noch das Kindergeld. Dieses läuft bis zur vollendung des 25. Lebensjahres oder nach Abschluss der Erstausbildung.

Steuern und Steuererklärung:

Die wichtigsten Steuern sind u.a. die Umsatzsteuer (19%/ 7%), die Einkommensteuer auf Lohn (Brutto/ Netto) und die Kfz-Steuer. Sehr empfehlenswert ist es, eine Steuererklärung zu machen. Hierbei kann man sich bei einem Steuerberater oder Internetdienstleister beraten lassen. Diese kosten zwar ein wenig Geld, jedoch ist es sehr lohnenswert diese bei einer Steuererklärung hinzuzuziehen und zu befragen.

Plan B´s

Es gibt natürlich nicht nur die standard Möglichkeiten, wie Ausbildungen oder ein Studium. Für Personen, die sich von diesen Werdegängen nicht angesprochen fühlen, gibt es auch andere Optionen wie z.B. Influencer zu werden. Für Schüler, die sich viel mit Social Media auseinandersetzen und eine große Reichweite haben, kann dieses Geschäft durchaus funktionieren. Eine weitere Option ist das Network Marketing. Dort vertreibt man Produkte als Empfehlungen. Bekannte Network Marketings sind u.a. Tupperware, Fitnessprodukte, Beauty Produkte etc. Als letzte Option gibt es auch noch die Möglichkeit, selbstständig zu werden. Wenn nach dem Abitur ein gesichertes Einkommen vorhanden ist bzw. im Elternhaus gewohnt wird und nicht viel Kapital benötigt wird, kann man versuchen, selbstständig zu werden. Wichtig ist hierbei, das richtige Geschäftskonzept zu finden. Welche Probleme löst dein Unternehmen und wie löst es die Probleme? Es geht dabei eher darum, der beste zu sein, als der erste zu sein. Zudem sollte man sich auch über sein Geschäftsmodell Gedanken machen, z.B. wie verdient das Unternehmen Geld, wie skalierbar ist das Geschäftsmodell? Wichtig ist es auch, die richtigen Mitarbeiter für dein Unternehmen zu finden und sich über den Markt deiner Dienstleistung oder deines Produktes zu informieren. Außerdem sollte man wissen, was die Alleinstellungsmerkmale sind und wie diese differenziert werden. Zudem sind dort die KPI´s (Key Performance Indicator), also was bisher erreicht wurde (Umsatz, Kunden, User, usw.). Auch sehr wichtig ist der Vertrieb: wie erreicht man die Kunden? Und zuletzt spielt das Kapital natürlich eine wichtige Rolle, jede Gründungsidee bedarf ein gewisses Kapital. Die beste Möglichkeit wäre es, sich an einen Business-Agent, an Investoren oder bereitwillige Gründer zu wenden und diese davon zu überzeugen, die Geschäftsidee zu unterstützen.

Versicherung nach dem Abitur

Eine der wichtigsten Versicherungen ist die Haftpflichtversicherung. Diese kommt für jegliche Kosten, die durch von dir zugefügten Schaden anfallen, auf. Eine Haftpflichtversicherung kostet ungefähr 60€ bis 80€ im Jahr, je nachdem wie umfangreich diese Versicherung ist und wie viel diese abdeckt. Eine weitere wichtige Versicherung ist die Krankenversicherung. Bis zum Abschluss der Erstausbildung oder dem 25. Lebensjahr ist man in der gesetzlichen Krankenversicherung der Eltern mitversichert. Sollte dies nicht der Fall sein, so sollte man sich um seine eigene Krankenversicherung kümmern. Dabei ist es sinnvoll, sich an einen Versicherungsvertreter zu wenden. Und die letzte Versicherung ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese kann im Durchschnitt 30€ bis 50€ im Monat kosten. Empfohlen ist es, eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit dem Einstieg in den Beruf abzuschließen. So zahlt man geringere Monatsbeiträge.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.