Privatschulen,  Rund ums Abi

Privatschulen

Was sind Privatschulen ?

Privatschulen oder auch Schulen in freier Trägerschaft genannt, sind Schulen, welche 

von freien Trägern – Vereinen, Privatpersonen, kirchlichen Organisationen – finanziert werden. Diese Träger haben einen großen Einfluss auf die Gestaltung des Unterrichts und des Lehrplans. Demnach agieren diese Schulen frei von staatlichen Vorgaben (stehen dennoch unter staatlicher Aufsicht, damit gewisses Unterrichtsniveau gewährleistet ist). 

In vielen Ländern haben Privatschulen bereits einen großen Bestandteil. Und auch in Deutschland erlangt diese Schulform immer mehr Popularität. Mittlerweile besuchen ca. 9% aller Schüler eine Privatschule. Dabei sind es nicht nur Schüler der Elite, sonder auch immer mehr Eltern mit mittlerem Einkommen schicken Ihre Kinder auf Privatschulen. Der Hintergrund hierbei ist die Hoffnung auf eine hochwertigere Bildung und somit bessere Zukunftschancen. 

Welche Privatschulen gibt es und was sind ihre Besonderheiten? 

Der größte Unterschied zu staatlichen Schulen liegt darin, dass Schulen in freier Trägerschaft mehr Freiheit in der Gestaltung des Lehrplans und des Unterrichts haben. Zudem sind die Klassen sehr viel kleiner, sodass eine individuelle Förderung der Schüler möglich ist. 

Es gibt verschiedene Formen von Privatschulen, die jeweils ein besonderes pädagogisches Konzept verfolgen: 

Waldorfschule (ca. 250 Schulen)

  • Entwicklung von künstlerischen, sozialen, kreativen und praktischen Fähigkeiten steht im Vordergrund.

  • Fächerübergreifende Projekte. 

  • Es soll eine harmonische Umgebung, ohne kein Leistungsdruck entstehen. 

  • Nach 12 Jahren haben die Schüler den Waldorfabschluss. Das Abitur kann nach 13 Jahren erreicht werden. 

Montessori-Schule (ca. 500 Schulen)

  • Förderung der Selbständigkeit

  • Es gibt wenig Regeln und Strukturen – Schüler müssen sich selbst organisieren. 

  • Teilweise finden der Unterricht altersübergreifend statt. 

  • Gruppenarbeit, Freiarbeit, Projektarbeit stehen im Fokus.

  • Meistens nur Klassenstufen eins bis vier.  

Konfessionelle Privatschulen (ca. 2000 Schulen)

  • Meist katholisch oder evangelisch

  • Christlichen Werte (Nächstenliebe, Mitgefühl und Gerechtigkeitssinn)  stehen im Fokus

  • Religionsunterricht ist Pflicht

Bilinguale Schulen & Internationale Schulen

Wie viel kostet es eine Privatschule zu besuchen?

Das monatliche Schulgeld variiert je nach Schule in der Höhe und kann zwischen 50 € und 2000€ oder mehr liegen. Zusätzlich zum monatlichen Schulgeld, ist außerdem eine einmalige Aufnahmegebühr zu entrichten. 

Wie viel die Gebühr für die jeweilige Privatschule ist, ist abhängig vom abhängig vom pädagogischen Konzept, Anzahl der Schüler, der Ausstattung und den Zusatzangeboten der Schule. Auch der Ruf einer Schule kann eine Rolle spielen. An einigen Schulen ist die Gebühr auch an das Einkommen der Eltern gebunden. 

Wenn die Schule nicht in der Nähe der Heimat ist, muss zusätzlich für eine Unterkunft gesorgt sein. Viele Privatschule haben direkt ein Internat mit inbegriffen. 

Sind staatliche oder private Schule besser?

Privatschulen bieten viele Vorteile. Da Privatschulen meist mehr Personal zur Verfügung haben, werden Schüler intensiver betreut und es gibt weniger Unterrichtsausfälle. 

Der Unterricht wird auf die Schüler abgestimmt und läuft nicht anhand eines festen Lehrplans ab. Der Fokus liegt dabei mehr auf Förderung. Es wird versucht die Schüler weniger zu überfordern und sie weniger Stress auszusetzen. 

Zudem wird an Privatschulen ein breites und vielfältiges nebenschulisches Angebot geboten. Staatliche Schulen holen in dieser Hinsicht aber immer mehr auf. 

Anzumerken ist auch, dass Studien bewiesen haben, dass Schüler an privaten Schulen nicht unbedingt bessere Leistungen erzielen. Staatliche und private Schulen schneiden sogar meist ähnlich gut ab. 

Privatschulen geraten auch Kritik, da diese Ausgrenzungen weiter fördert. Denn die meisten Schüler von Privatschulen kommen aus gebildeten, wohlhabenden, deutschen Haushalten. Während an staatlichen Schulen Integration und ein gemeinsames miteinander stärker gefördert wird. 

Allgemein gilt, dass wie bei staatlichen Schulen variiert auch die Qualität von Privatschulen stark.

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